• Cashflow


Das Unternehmen EPR Properties (ISIN: US26884U1097/ Symbol: EPR ) ist in der Branche Finanzen beheimatet, ist ein bekanntester und beliebter REIT (Real Estate Investment Trust) oder auch ein an der Börse gehandeltes Immobilien-Unternehmen. Es werden Immobilien in den USA gekauft und an Betreiber vermietet. Das Unternehmen kommt aus Amerika, wurde 1997 gegründet und hat seinen Sitz in Kansas City, Missouri in den USA. Das Unternehmen EPR Properties hat eine ganz besondere Dividendenpolitik hat: Es schüttet monatlich Dividende aus, was es zu einem beliebten Monatszahler macht.

Durch die langfristigen Mietverträge (in der regel werden die Mietverträge für 13 Jahre vergeben) kann der Cashflow Gewissermaßen garantiert werden. Auch die Corona Krise ging an dem Unternehmen nicht spurlos vorüber, aber es hat diesen härtetest überstanden. Der Kurs ist zwar noch immer etwas schwach, die Dividende wurde gekürzt bzw. ausgesetzt, aber sobald die Parks, Ski Resorts, Freizeitanlagen, Kinos und andere Geschäfte wieder öffnen dürfen, wird auch der Cashflow der Betreiber wieder stimmen.

EPR Properties verteilt sich auf diverse Amerikanische Bundesstaaten. Insgesamt sind es 371 Immobilien welche sich auf 89% Erlebnis-Parks & Freizeitimmobilien (Golfplätze, Ski Resorts, Spa & Erholungsgebiete, Theater, Kinos, Bowling hallen, Spielhallen und viele mehr) und 11% Bildung wie Privatschulen, Kinderbetreuung etc. EPR Properties hat über 200 Betreiber, auch hier ist das Unternehmen gut diversifiziert und wenn einzelne Mieter ausfallen, ist dies kein Weltuntergang.

Jedoch werden gut 179 Immobilien von den 20 grössten Mietern betrieben, diese sind auf 37 US Staaten verteilt. Der kleinste Bereich im Portfolio ist der Bereich Bildung: 4 Betreiber mieten über 16 Objekte im Bereich der Privatschulen und 13 Mieter betreiben insgesamt 72 Immobilien im Bereich Kinderbetreuung. Im Unterhaltungsbereich gibt es 55 Immobilien im Bereich Eat & Play, welche von 9 Mietern betrieben werden. Parkhotels werden von 2 Mietern in 6 Immobilien betrieben, ausserdem hat EPR Properties auch ein Casino im Portfolio, welches durch einen Betreiber gemietet wird. Im Bereich der Vergnügungsparks und Attraktionen gibt es 18 Immobilien welche von 6 Mietern betrieben werden. Wintersport wird über 13 Immobilien von insgesamt 5 Mietern betrieben. Im Kulturbereich gibt es 3 Museen welche von 3 Mietern betrieben werden, Im Wellness Bereich werden von 2 Betreibern 7 Immobilien gemietet.

Die Immobilien und Grundstücke werden durch EPR Properties gekauft und an die Betreiber weitervermietet. EPR Properties hat mit all seinen Mietern bzw. Betreibern Triple Net Lease Verträge ausgehandelt, das bedeutet, dass die Mieter bzw. Betreiber sämtliche Ausgaben und Kosten wie Instandhaltung, Renovationen, das abführen von Steuern und abgaben selbst tragen muss. Es stellt sich jedoch die Frage, warum jemand seine Immobilie Verkaufen sollte um die selbe Immobilie danach mit langfristigen Mietverträgen zu Mieten? Nun, die einfach Antwort hierfür ist: Expansion. Wenn ein Betreiber eines Bowling Centers expandieren will, so verkauft er ein Bowling Centers an EPR Properties und Mietet dieses anschliessend. Durch das Kapital welches der Betreiber erhält, kann er einen neuen Standort Erschliessen ohne neues Kapital aufnehmen zu müssen.

EPR Properties hat eine echt niedrige Leerstandsrate! 2020 sind nur 1.3% der Objekte ohne Mieter bzw. leerstehend. Als Beispiel: In der Schweiz ist die Rate der Leer Stehenden Immobilien bei 1.66%, in Deutschland sogar bei 2.9%!

Über die Jahre hinweg, hat sich das Immobilien Portfolio von EPR Properties stets vergrößert, es werden weiterhin viele Parks und Grundstücke gekauft und es wird auch versucht, eine Diversifikation über verschiedene Staaten und auch Sektoren zu gewährleisten. Über 32% der Immobilien werden im Sektor der Erholung zu vermietet, 21% im Bereich der Bildung und 44% sind im Erlebnis bereich vermietet.

EPR Properties wird momentan zu einem Kurs von 29.21 Euro gehandelt und hat eine Marktkapitalisierung von rund 2.3 Milliarden Euro. Insgesamt 12 -mal Jährlich wird eine Dividende in Höhe von insgesamt 1.39 Euro ausgeschüttet, somit sind das jeden Monat 0.115 Euro, welche in die Tasche des Aktionärs wandern.

Die Dividenden Rendite ist aktuell bei 4.77%, diese wurde kürzlich ausgesetzt, da EPR Properties wegen der Covid19 Krise diverse Mieten nicht mehr erhalten hat. EPR Properties hat eine Schuldenquote von 43% und hat einen zuwachs des Gewinns von im schnitt 2.88% pro Jahr.

(Quelle: www.Aktienfinder.net)


Wenn man die EPS (Earning per Share, auf deutsch den Gewinn pro Aktie) von EPR Properties mit den gezahlten Dividenden vergleicht, stellt man fest, dass ausnahmslos jedes Jahr mehr Dividende gezahlt wird, als an Gewinn eingenommen wurde. Nun ist es so, dass die REIT's einerseits einer besonderen Steuerform unterliegen, wodurch sie sehr wenig Steuern Zahlen und gleichzeitig über 90% des Gewinns ausschütten müssen. Nun weiß jeder der sich mit Buchhaltung etwas auskennt, dass man rein Buchhalterisch den Gewinn durch diverse Vorgänge mindern kann, unter anderem Abschreibungen auf Immobilien, und davon hat EPR Properties zur Genüge. In den Büchern sowie den Analysen muss man zur Errechnung des Einkommens des Unternehmens die Funds From Operation beachten. Tut man dies, so sieht man, dass es sogar noch (etwas) Luft nach oben gibt.

Die Panik um Covid19 ging auch an EPR Properties nicht spurlos vorbei. Das Unternehmen hat mehr als 60% an Börsenwert verloren, einiges konnte mittlerweile wieder hinzugewonnen werden. Ausserdem wurde die Auszahlung der Dividende gestoppt, um das Unternehmen erst auf Kurs zu bringen, da momentan unbekannt ist, wie lange die Krise andauert un ob es einen weiteren Ausbruch gibt, welcher eine erneute Schliessung bringen würde. Der Grund Hierfür liegt an den Mietern von EPR Properties, diese sind diverse Freizeitparks und Immobilien im Freizeitsektor, welche wegen den Restriktionen um Corona schliessen mussten. Die Angst war, dass die Geschäfte welche schliessen mussten, nun durch die Umsatzeinbrüche keine Mieten zahlen könnten.

EPR Properties hat eine Presse Nachricht ausgegeben, bei der aufgezeigt wird, wie lange das Unternehmen bei einer bestimmten prozentualen Mietzahlungen weiterarbeiten kann. wie beim obigen beispiel aufgezeigt wird, kann das Unternehmen unter Beibehaltung der Dividende weitere 19 Monate arbeiten, selbst wenn 0% der Mieten gezahlt werden, bei einer Aussetzung der Dividende sogar 43 Monate. Wenn nur die hälfte der Mieten gezahlt werden, kann das Unternehmen selbst mit Dividendenzahlungen über 3 Jahre weiterarbeiten.

Ich hatte EPR Properties seit längerem auf der Watchlist und hatte vor mit einem grösseren Betrag einzusteigen. Leider habe ich zu lange zugewartet mit dem Kauf, da ich einige andere Nachkäufe getätigt habe und meine Strategie mir vorschreibt, in einem Crash oder einer Krise nur in Tranchen nachzukaufen. Der Kurs stieg in kürze wieder rasant an, weswegen die Aktie nicht mehr attraktiv genug für einen Einmalkauf ist. Aber ich werde im Rahmen meiner REIT Expansion in den nächsten Wochen einen neuen Sparplan über die Consorsbank auf diese Aktie aufsetzten und halte mich bereit, in einer weiteren Schwächephase einen grösseren Nachkauf über Degiro* durchzuführen.

Es gibt meiner Meinung nach keine einfachere Art in das altbewährte Beton-Gold und in das Bedürfnis der Menschen, in der Freizeit ein schönes Erlebnis zu erleben zu investieren, ausserdem ist man von Beginn an sehr diversifiziert, da man nicht alle Eier in den selben Korb legt, es sind immerhin fast 400 Immobilien welche in den USA über verschiedene Staaten verstreut sind.

Mein Fazit: Wer seine Strategie auf Cashflow und Dividenden auslegt, wird diesen Wert sicher interessant finden, besonders wegen der monatlichen Ausschüttung. Das Unternehmen hat sich auf interessante Nische spezialisiert und kann sich so von den anderen REITS abheben. Es besteht zwar kein Burggraben, aber es dauert Zeit und kostet viel Kapital ein solch grosses Portfolio von Freizeit Immobilien aufzubauen, um EPR Properties effektiv Konkurrenz zu machen. Ich bin ein grosser Fan von EPR Properties, da es sich einfach um ein gutes Unternehmen handelt mit einer besonderen Dividendenpolitik und weil die Menschheit auch in einer Krise oder einem Crash weiterhin ihre Zeit mit schönen Erlebnissen verbringen wollen, jedoch unter Umständen nicht das nötige Kleingeld haben, aber ich denke für die Mittelschicht und aufwärts ist dies weniger ein Problem. Ein Beispiel aus meinem Leben: kaum waren die Erlebnis Parks in der Schweiz (natürlich unter diversen Covid19 Auflagen) wieder eröffnet worden, war ich mit meiner Familie im Connyland beim Bodensee, um endlich wieder etwas mit der Familie draussen unternehmen zu können.



Im Juni ging es in meinem Portfolio eher seitwärts, es war etwas volatil und die Panik um Corona ist scheinbar vorbei, viele Restriktionen in vielen Staaten wurden gelockert oder aufgehoben, auch in den Städten tummeln sich mittlerweile wieder sehr viele Leute, Restaurants und Geschäfte im Bereich Freizeit sind wieder offen, jedoch noch immer mit diversen Sicherheitsmassnahmen. Für mein Portfolio bedeutet der Juni eigentlich nur eines: Mein Portfolio hat gut 1680 Euro (über 1.77%) mehr Wert als es noch ende Mai hatte. Wenn das so weitergeht, dann habe ich Mitte Juli wieder mein "All Time High" im Portfolio erreicht.

Gesamtperformance Juni

+1.77% (1680 Euro)


Cashflow

157.02 Euro


Aktien


Portfolio-Übersicht

Im Juni sind keine neue Unternehmen hinzugekommen, auch habe ich meine Bestände nicht erhöht. Ich bin momentan etwas vorsichtig und traue der ganzen Ruhe nicht so recht. Ich habe meine Sparpläne welche automatisch und passiv Aktien kaufen, das reicht mir momentan. Ich baue lieber meine Cash-Position aus und Schlage zu falls es nochmals etwas an der Börse ruckelt. Viele Firmen haben einige Verluste hinnehmen müssen, Arbeitslosenquoten sind weltweit gestiegen, es macht nur Sinn, dass dies Vorboten einer möglichen Rezession oder länger dauernden Kriese sein könnten, nur hat sich das an der Börse nicht bemerkbar gemacht.

Einzelkäufe

Keine Einzelkäufe im Juni


Sparplankäufe

Im Juni habe ich Insgesamt 2400 Euro passiv über Sparpläne Investiert. In der Liste unterhalb seht ihr eine Liste der Aktien welche ich über die Sparpläne der Consorsbank gekauft habe. (Alphabetisch inklusive der entsprechenden Beträge welche investiert wurden.)


25 3M

25 ABBVIE INC

25 ACTIVISION BLIZZARD INC.

25 ADIDAS AG

25 AIRBUS

50 ALIBABA

100 ALPHABET INC

25 ALTRIA GRP INC

100 AMAZON.COM INC.

100 APPLE INC.

25 AT + T INC.

50 BAIDU INC.

25 BASF SE

25 BAYER AG

50 BERKSHIRE. H.B

50 Blackrock

25 BOEING CO.

25 BRIT.AMER.TOBACCO

25 CISCO SYSTEMS

25 COCA-COLA CO.

25 COVESTRO AG

25 CTS EVENTIM KGAA

25 DANAHER

25 DIAGEO PLC

25 DISNEY (WALT) CO.

25 EXXON MOBIL CORP.

100 FACEBOOK INC.

25 FIELMANN AG

25 FRESENIUS SE+CO.KGAA

25 FUCHS PETROL.SE

25 GENL EL. CO.

25 GILEAD SCIENCES

25 HANNOVER RUECK SE

25 HENKEL AG+CO.KGAA

25 HOME DEPOT INC.

25 Illinois Tool Works

25 IMPERIAL BRANDS PLC

25 INTL BUS. MACH.

25 JOHNSON + JOHNSON

25 KRAFT HEINZ CO.

50 LVMH EO

25 MASTERCARD INC.

25 MCDONALDS CORP.

100 MICROSOFT

25 MTU AERO ENGINES

25 MUENCH.RUECKVERS.

100 NETFLIX INC.

25 NIKE INC

25 NOVO-NORDISK

50 NVIDIA CORP.

25 Omega Healthcare

25 PEPSICO INC.

25 PHILIP MORRIS INTL INC.

25 PROCTER GAMBLE

100 REALTY INC. CORP.

25 ROYAL DUTCH SHELL

25 SAMSUNG

25 SAP SE

25 STARBUCKS CORP.

50 TENCENT HLDGS

50 TESLA INC.

25 TEXAS INSTR.

25 UNILEVER

25 UNION PAC.

25 VISA INC.

25 VONOVIA SE

25 Welltower


Kursgewinne / Kursverluste Aktien

Im Juni habe ich insgesamt 1587 Euro an Kursgewinnen eingebracht. Natürlich sind das nur Buchgewinne.


Dividenden

Auch im Juni haben die Unternehmen welche ich in meinem Portfolio vertreten sind einen Obolus an ihre Aktionäre abgegeben. Insgesamt komme ich somit auf 120.01 Euro Dividende. Im Vergleich zum Vorjahr (14.93) habe ich damit fast das 9-Fache an Dividende erhalten.


ETF’s


Käufe / Verkäufe

Keine


VIAC Vorsorge 3. Säule (Schweiz)

485 Euro Kursgewinne


P2P


Käufe / Verkäufe

Wie in den letzten Monaten bereits erläutert, bin ich momentan in einer Konsolidierungsphase was die P2P Plattformen angeht. Ich bin nach wie vor von der Asset Klasse P2P überzeugt, jedoch seit längerem nicht von jeder Plattform. Das Geld das ich abgezogen habe wird jedoch in andere, aus meiner Sicht vertrauenswürdigere Plattformen fliessen. Ich habe bei diversen Plattformen bereits im September den Auto-Invest ausgeschaltet, und nach und nach entspart. DoFinance habe ich im Februar komplett ausbezahlt und im März war es bei Robocash und Fastinvest soweit. Im Juni habe ich Crowdestate aufgelöst. Ich empfehle diese natürlich auch nicht weiter mit Affiliate Links, da ich selbst von den Produkten nicht mehr überzeugt bin. Das selbe gilt für Grupeer, diese Plattform hat sich Scam herausgestellt, momentan gibt es da aber einen kleinen Silberstreifen am Horizont. Grupeer habe ich persönlich abgeschrieben, sprich das Investierte Kapital als Verlust verbucht. Im P2P Bereich ist die Kriese noch nicht vorüber, noch immer werden auf diversen Plattformen nicht alle Zinsen pünktlich bezahlt, einige sind sogar ausgefallen bzw. werden wohl länger nicht Zahlen, wobei sich Crowdestor wieder mit einigen Zinsen zurückgemeldet hat.. Schlussendlich bleibt nur noch zu sagen, P2P war und ist ein Investment mit einem erhöhten Risiko, das war bereits vor der Corona Kriese so und wird es auch weiterhin sein.

Zinsen

Die Zinsen sind von einigen Plattformen ausgeblieben. Einige Plattformen hat es scheinbar heftiger getroffen, um solvent zu bleiben, haben diese die Zinsen für kurze Zeit ausgesetzt, haben jedoch Pläne diese sobald wie möglich weiterzuzahlen. Ob dies der Wahrheit entspricht werden wir in naher Zukunft sehen.

In Klammern habe ich die Momentane XIRR Rendite bei der Entsprechenden Plattform. Nach eben dieser XIRR Rendite sind die nachfolgenden Plattformen sortiert. Wenn Ihr auf die entsprechende Plattform drückt, landet ihr direkt auf der Webseite. Bei vielen dieser Plattformen gibt es momentan Bonusaktionen, bei denen ihr teilweise erhöhte Renditen(0.5-2%), ein Cashback (1-2%) oder bares Geld (5-10 Euro) zusätzlich erhaltet. Besonders in der jetztigen Situation haben diverse Plattformen die Zinssätze um 1-2% erhöht, um dem höheren Risiko gerecht zu werden.


Bondora (17.44%)*

Crowdestor (13.31%)*

Iuvo (12.58%)

Mintos (10.59%)*

Peerberry (10.56%)*

Crowdestate (10.19%)*

Viventor (10.86%)*

Viainvest (9.98%)*

Twino (9.20%)*

Swaper (7.84%)*

Estateguru (7.64%)*

Bergfürst (4.43%)

Bulkestate (7.13%)*

Insgesamt komme was die Zinsen angeht auf einen Betrag von 37.01 Euro. Im Vergleich zum Juni 2019 (80.03Euro) komme ich so auf 60% weniger Cashflow mit P2P Zinsen.


Kryptowährungen


Käufe / Verkäufe

Keine


Kursgewinne

Bitcoin: -388 Euro


Rohstoffe


Käufe / Verkäufe

Keine


Kursgewinne

Gold 60 Euro

Silber -29.93 Euro


Gesamtergebnis

Insgesamt Investiertes Kapital: 96'480 Euro

Gesamter Gewinn: 10'338 Euro







*Affiliate Links

  • Cashflow

Die Main Street Capital Corporation (ISIN: US56035L1044 / Symbol: MAIN) ist ein Finanzdienstleister der 1997 in den USA gegründet wurde und 2007 an der NASDAQ an die Börse ging, seit 2010 ist es jedoch an der New York Stock Exchange gelistet. Das Unternehmen hat den Sitz in Houston, Texas, in den Vereinigten Staaten und hat im Jahr 2012 das erste mal eine Marktkapitalisierung von 1 Milliarde Dollar erreicht.

Main Street Capital Corporation ist ein BDC (Business Development Company), das bedeutet, dass das Unternehmen als Finanzinvestor und Kapitalgeber für kleine und mittlere nicht-börsennotierte Unternehmen fungiert. BDC's stellen etablierten Unternehmen und auch Startup's Kapital in Form von Eigenkapital zur verfügung, womit die BDC Miteigentümer der Unternehmen wird. Es ist auch möglich, dass BDC's die Unternehmen durch Fremdkapital (mit Nachrangigen Krediten) bzw. verbriefte Unternehmenskrediten Finanziert. Diese Unternehmen weisen teilweise eine geringere Bonität auf und müssen deswegen auch höhere Finanzierungskosten in kauf nehmen. Diese kleine und mittleren Unternehmen können sich nicht leicht über Bankkredite oder Anleihen finanzieren und greifen darum gerne auf das Eigenkapital oder Fremdkapital von BDC's zurück. Es ist gut möglich, dass einige Unternehmen in einer Sanierungsphase sind oder sonstige Finanzielle Schwierigkeiten hat.Wichtig: BDC's haben keine Bankenlizenz, es ist also nicht mit einer Bank zu vergleichen. Ein grosser Vorteil von BDC's ist, dass diese meist selbst Börsennotiert sind und selbst jedoch in nicht-börsennotierte Unternehmen investieren. So bietet ein BDC eine Chance für "Klein-Anleger" durch den Kauf deren Aktien an dem privaten Markt von privaten Unternehmenskrediten und Venture Capital in kleinere und mittlere Unternehmen, welche nicht börsennotiert sind zu investieren. Wer in einen Deutschen BDC investieren will, der wird wohl oder übel keinen finden können, da diese Unternehmensform lediglich in den Vereinigten Staaten existiert. Die Grundlage der BDC bildet der Investment Company Act welcher seit 1980 eine Regelung für BDC's enthielt. Ziel war es, dass die Gesetzgebung der USA kleineren und mittleren Unternehmen die Möglichkeit bieten wollte, an Finanzmittel zu kommen, da diese keine Anleihen ausgeben können, wenn sie nicht Börsennotiert sind.

BDC's werden entweder intern oder auch extern gemanagt, wobei letztere nicht so beliebt bei den Anlegern sind. Bei den BDC mit externem Management werden der externen Partei eine Vergütung, welche an einen gewissen Prozentsatz im Bezug auf die Asssets der BDC orientiert und genau hier liegt der Hase im pfeffer: Durch eine externe Verwaltung mit einer Vergütung welche an gewisse Investitionen gekoppelt ist, ist die Gefahr gross, dass sich der externe Verwalter selbst in die Tasche wirtschaftet, indem er ausschliesslich solche Unternehmen Finanziert, für welche er hohe Boni kassiert. Main Street Capital Corporation ist intern gemanagt und das Portfolio von Main Street Capital Corporation verteilt sich auf über 30 unterschiedliche Branchen. Wie man an der Grafik erkennen kann, besteht keine sorge einer Klumpenbildung. Im Bezug auf Covid19 erkennt man, dass Hotel und Öl weniger als 10% der Anteile sind und somit die Krise doch nicht ganz so eingeschlagen hat.

Genau wie bei REIT's (Real Estate Investment Trusts) haben auch BDC's einige rechtliche Besonderheiten. Ein BDC kann sich als RIC (Regulated Investment Company) firmieren lassen. Wie bei einem REIT erhält das Unternehmen eine Freistellung von der Steuer auf das Taxable Income (Steuerbarer Gewinn), müssen jedoch im Gegenzug 90% des Gewinns an die Aktionäre ausschütten. Das führt dazu, dass die meisten BDC's eher geringe Kursgewinne verzeichnen aber über hohe Dividendenrenditen verfügen. Ausserdem sind BDC's verpflichtet, ihre Investitionen breit zu streuen und zu diversifizieren, es dürfen maximal 5% des Kapitals in einer einzelnen Anlage gebunden sein. Ausserdem darf eine BDC eine Verschuldung von Maximal 50% haben, denn es soll nicht möglich sein, einen zu hohen Hebel anzusetzen, um das Risiko zu schmälern.

Die Main Street Capital Corporation wird momentan zu einem Preis von 27.58 gehandelt und hat eine Marktkapitalisierung von 1.78 Milliarden Dollar und und zahlt 8.73% bzw. 2.41 Euro Dividende im Jahr, welche jedoch seit 2007 jeden Monat Dividende ausschüttet. Die Dividende wurde 5 Jahre lang nicht gesenkt und in der selben Zeit jedes Jahr erhöht. In den vergangenen 10 Jahren konnten Anleger mit diesem Titel 107.10% Kursrendite erreichen, was eine ganz passable Rendite ist, hinzu kommen jedoch noch im schnitt 7% Dividende, welche wenn man diese reinvestiert eine wirklich gute Rendite hergibt.

Ausserdem gab es in den letzten Jahren diverse Sonderdividenden, was immer ein schöner und willkommener Bonus ist. Die ordentliche Monatliche Dividende wird durch die stetigen Einnahmen finanziert, die Sonderdividende wird jeweils aus den unregelmässigen Erträgen finanziert. Dies wird jedoch in den kommenden 5 Jahren geändert, es sollen keine Sonderdividenden mehr ausgeschüttet werden sondern die ordentliche Dividende soll um den Betrag der Sonderdividende erhöht werden. Der Grund liegt darin, dass 12 Auszahlungen im Jahr einfacher abgewickelt werden können als 13 oder 14 Dividendenzahlungen, ausserdem spart man damit auch Kosten. Diese Änderung gibt meiner Meinung nach mehr Stabilität in die Dividende. Die Verschuldung liegt bei 46% und hat momentan einen höheren Free Cashflow als die Ausschüttung (Ausschüttungsquote ist bei 94%) und ist in einem meiner Meinung nach annehmbaren bereich.

(Quelle: wwwAktienfinder.net)


Besonders durch die Monatliche Ausschüttung wird die Macht des Zinseszinses nochmals erhöht. Während der Krise rund um Corona hat der Kurs von Main Street Capital Corporation nachgegeben, der Grund liegt beim Zinsrisiko: Der grösste Teil der BDC's haben in ihren Kreditverträgen mit den Unternehmen einen variablen Zinsfuß vereinbart, welche sich natürlich am Leitzins orientiert. Während der Covid19 Pandemie hat die FED (Federal Reserve System welche das Amerikanische pendent zur EZB ist) in den Vereinigten Staaten den Leitzins in mehreren Schritten gegen 0% hin gesenkt. Der Zins liegt damit niedriger als während der Finanzkrise. Ein grosser Risiko vieler BDC's ist, dass diese ihre Investitionen hebeln, sprich selbst Fremdkapital aufnehmen um ihre Investitionen zu decken und sich damit verschulden und selbst auch Zinsen zahlen müssen. Gefährlich wird es besonders, wenn die Zinsen welche die BDC's nicht im selben Masse sinken wie die der Unternehmen in welche die BDC's investiert haben. Bei den Business Development Companys ist der Net Asset Value (NAV oder Netto-Inventarwert) eine wichtige Kennzahl, welche den Buchwert der Investitionen errechnet. Durch die Krise ging man davon aus, dass viele Firmen vor dem Bankrott stehen würden und sich der Buchwert massiv senken würde, dies ist ein weiterer Grund weshalb der Kurs vieler BDC's sank. Durch die hohe Ausschüttung und die monatliche Zahlung ist die Main Street Capital Corporation besonders für Gesellschaften wie Rentenfonds attraktiv, diese sind jedoch auf die Dividendenzahlungen angewiesen, da diese selbst auch monatliche Fixkosten und Ausschüttung haben.

Ich habe Main Street Capital Corporation noch nicht in meinem Depot, jedoch habe ich den Wert auf meiner Watchlist. Ich werde demnächst einen Sparplan auf den Wert über die Consorsbank anlegen und wenn sich erneut ein Einbruch des Kurses ergibt, werde ich mir über Degiro* eine grössere Position kaufen. Ich finde es äusserst spannend, über solch eine Aktie in kleinere Startup's und mittlere Unternehmen zu investieren, welche Potential haben grössere Renditen abzuwerfen.


Stand am

01.07.2020

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