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Covered Calls

Der Handel mit Optionen kann für viele Anfänger einschüchternd wirken. Die Vielzahl an Fachbegriffen und die Komplexität der Strategien machen es nicht gerade einfach, einen Einstieg zu finden. In diesem Beitrag möchte ich dir die Grundlagen des Optionshandels näherbringen, insbesondere die Funktionsweise von Covered Calls. Du wirst lernen, was Optionen sind, wie sie funktionieren und wie du diese nutzen kannst, um eine konstante Einnahmequelle zu schaffen. Mit praktischen Beispielen und klaren Erklärungen möchte ich dir die Angst vor dem Optionshandel nehmen und dir das notwendige Wissen vermitteln, um selbstsicher in diesem Bereich zu agieren.


Grundlagen des Optionshandels 

Bevor wir uns den Covered Calls zuwenden, ist es wichtig, die Grundlagen des Optionshandels zu verstehen. Optionen sind Finanzinstrumente, die dir das Recht, aber nicht die Verpflichtung geben, einen bestimmten Vermögenswert zu einem vorher festgelegten Preis innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu kaufen oder zu verkaufen.

Es gibt zwei Hauptarten von Optionen: Call-Optionen und Put-Optionen. Eine Call-Option gibt dir das Recht, eine Aktie zu einem bestimmten Preis (dem Ausübungspreis) zu kaufen, während eine Put-Option dir das Recht gibt, eine Aktie zu einem bestimmten Preis zu verkaufen.

Der Optionshandel bietet zahlreiche Vorteile, darunter die Möglichkeit, mit einem relativ kleinen Kapitaleinsatz grosse Gewinne zu erzielen. Allerdings gibt es auch Risiken, die du beachten solltest. Der Wert einer Option hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter der aktuelle Aktienkurs, der Ausübungspreis, die Laufzeit der Option und die Volatilität des zugrunde liegenden Vermögenswerts.

Mit diesen Grundlagen im Hinterkopf sind wir bereit, tiefer in die Welt der Covered Calls einzutauchen.


Was sind Covered Calls? 

Covered Calls sind eine beliebte Strategie unter Aktienmarktinvestoren, um eine konstante Einnahmequelle zu generieren. Bei dieser Strategie verkaufst du Call-Optionen auf Aktien, die du bereits besitzt. Indem du die Option verkaufst, erhältst du eine Prämie (eine feste Zahlung), die dir sofort gutgeschrieben wird. Der Nachteil ist, dass du dein Potenzial auf Kursgewinne der Aktie während der Laufzeit der Option einschränkst.


Beispiel für eine Covered Call-Option 

Stellen wir uns vor, du besitzt Aktien von McDonald's, die aktuell bei 250 Dollar pro Aktie stehen. Du entscheidest dich, eine Covered Call-Option mit einem Ausübungspreis von 260 Dollar zu verkaufen, die in zwei Monaten verfällt. Für das Verkaufen dieser Option erhältst du eine Prämie von 5 Dollar pro Aktie. Da Optionen üblicherweise 100 Aktien pro Vertrag umfassen, beträgt die gesamte Prämie 500 Dollar.

Nun gibt es verschiedene Szenarien, die sich innerhalb der zwei Monate abspielen können:

  1. McDonald's fällt auf 240 Dollar pro Aktie: In diesem Fall wird die Option nicht ausgeübt, da es keinen Sinn ergibt, die Aktie für 260 Dollar zu kaufen, wenn sie auf dem offenen Markt für 240 Dollar erhältlich ist. Du behältst die 500 Dollar Prämie und deine Aktien.

  2. McDonald's bleibt bei 250 Dollar pro Aktie: Auch in diesem Fall wird die Option nicht ausgeübt. Du behältst die Prämie von 500 Dollar, und deine Aktien bleiben unverändert.

  3. McDonald's steigt auf 255 Dollar pro Aktie: Die Option wird ebenfalls nicht ausgeübt, da der aktuelle Preis unter dem Ausübungspreis von 260 Dollar liegt. Du behältst die Prämie und profitierst zusätzlich von einem leichten Kursanstieg der Aktie.

  4. McDonald's steigt auf 270 Dollar pro Aktie: In diesem Fall wird die Option ausgeübt. Du musst deine Aktien für 260 Dollar verkaufen, obwohl sie auf dem Markt für 270 Dollar wert sind. Du erhältst jedoch die Prämie von 500 Dollar und den Verkaufserlös von 260 Dollar pro Aktie.


Szenario 1: Kurs fällt Stellen wir uns vor, der aktuelle Kurs von McDonald's liegt bei 250 Dollar pro Aktie, und du hast eine Covered Call-Option mit einem Ausübungspreis von 260 Dollar verkauft. Innerhalb der nächsten zwei Monate fällt der Kurs von McDonald's auf 240 Dollar pro Aktie. In diesem Fall wird die Option nicht ausgeübt, da es keinen Sinn ergibt, die Aktie für 260 Dollar zu kaufen, wenn sie auf dem offenen Markt für 240 Dollar erhältlich ist. Du behältst die 500 Dollar Prämie und deine Aktien, die jetzt 240 Dollar wert sind. Dein Gesamtverlust beträgt also den Kursverlust deiner Aktien, abzüglich der Prämie: 10 Dollar pro Aktie (250 - 240), also insgesamt 1.000 Dollar minus der 500 Dollar Prämie, was einen Nettowertverlust von 500 Dollar ergibt.


Szenario 2: Kurs bleibt gleich Nehmen wir an, McDonald's bleibt innerhalb der zwei Monate bei 250 Dollar pro Aktie. Auch in diesem Fall wird die Option nicht ausgeübt, da der aktuelle Preis unter dem Ausübungspreis von 260 Dollar liegt. Du behältst die Prämie von 500 Dollar, und deine Aktien bleiben unverändert. In diesem Szenario hast du keinen Kursgewinn oder -verlust auf deine Aktien, aber du hast die Prämie von 500 Dollar verdient.


Szenario 3: Kurs steigt leicht In einem anderen Szenario steigt der Kurs von McDonald's auf 255 Dollar pro Aktie. Die Option wird ebenfalls nicht ausgeübt, da der aktuelle Preis unter dem Ausübungspreis von 260 Dollar liegt. Du behältst die Prämie von 500 Dollar und profitierst zusätzlich von einem leichten Kursanstieg der Aktie um 5 Dollar pro Aktie (von 250 auf 255 Dollar). Dein Gesamtgewinn beträgt somit die 500 Dollar Prämie plus den Kursgewinn von 500 Dollar (5 Dollar pro Aktie mal 100 Aktien), also insgesamt 1.000 Dollar.


Szenario 4: Kurs steigt deutlich Jetzt nehmen wir an, McDonald's steigt auf 270 Dollar pro Aktie. In diesem Fall wird die Option ausgeübt. Du musst deine Aktien für 260 Dollar verkaufen, obwohl sie auf dem Markt für 270 Dollar wert sind. Du erhältst jedoch die Prämie von 500 Dollar und den Verkaufserlös von 260 Dollar pro Aktie. Dein Gewinn beträgt somit die 500 Dollar Prämie plus den Kursgewinn von 10 Dollar pro Aktie (von 250 auf 260 Dollar), also insgesamt 1.500 Dollar. Du verpasst jedoch den zusätzlichen Kursgewinn von 10 Dollar pro Aktie (von 260 auf 270 Dollar), der dir durch den Verkauf der Call-Option entgangen ist.


Dauer und Verfall von Optionen 

Ein entscheidender Faktor beim Handel mit Optionen ist die Laufzeit der Option. Die Laufzeit gibt an, wie lange der Käufer der Option das Recht hat, die zugrunde liegende Aktie zum festgelegten Ausübungspreis zu kaufen. Optionen haben ein Verfallsdatum, nach dem sie wertlos werden, falls sie nicht ausgeübt werden.

Je länger die Laufzeit einer Option, desto höher ist in der Regel der Preis der Option, da dem Käufer mehr Zeit gegeben wird, um von Kursbewegungen zu profitieren. Um dies besser zu verstehen, betrachten wir zwei Covered Call-Optionen auf die


McDonald's-Aktie, beide mit einem Ausübungspreis von 260 Dollar:

  1. Option mit einer Laufzeit von 2 Monaten: Diese Option könnte beispielsweise 5 Dollar pro Aktie kosten. Der Gesamtpreis für einen Vertrag (100 Aktien) beträgt somit 500 Dollar.

  2. Option mit einer Laufzeit von 6 Monaten: Dieselbe Option mit einer längeren Laufzeit könnte 12 Dollar pro Aktie kosten, was insgesamt 1.200 Dollar für einen Vertrag bedeutet.


Die längere Laufzeit erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Aktienkurs den Ausübungspreis überschreitet, was die höhere Prämie erklärt. Trader müssen abwägen, wie viel Zeit sie sich für eine bestimmte Kursbewegung geben möchten und bereit sein, dafür eine höhere Prämie zu zahlen.


Wichtige Hinweise 

Der Handel mit Optionen bietet grosse Chancen, birgt aber auch erhebliche Risiken. Hier sind einige wichtige Punkte, die du beachten solltest:

  1. Verlustrisiko: Beim Verkauf von Covered Calls kannst du die Kursgewinne über dem Ausübungspreis verpassen, falls der Aktienkurs deutlich steigt. Im schlimmsten Fall endet die Option wertlos, und du verlierst den potenziellen zusätzlichen Gewinn.

  2. Zeitfaktor: Optionen haben ein Verfallsdatum. Je näher dieses Datum rückt, desto weniger wertvoll wird die Option, falls der Aktienkurs sich nicht in die gewünschte Richtung bewegt. Dies wird als Zeitwertverlust bezeichnet.

  3. Marktbedingungen: Optionen sind stark von den Marktbedingungen abhängig. Volatilität, Unternehmensnachrichten und gesamtwirtschaftliche Entwicklungen können den Aktienkurs und somit den Wert der Option beeinflussen.

  4. Kenntnis der Plattform: Bevor du mit dem Optionshandel beginnst, solltest du dich gründlich mit der Handelsplattform vertraut machen, die du verwendest. Jede Plattform hat ihre eigenen Besonderheiten und Funktionen, die du kennen musst, um effektiv handeln zu können.

  5. Diversifikation: Setze nicht dein gesamtes Kapital auf eine einzelne Option. Diversifikation ist eine wichtige Strategie, um Risiken zu minimieren und dein Portfolio zu schützen.


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